Zukunftsmut auf der Bühne: KLIMAbrauchtKULTUR beim Day of Hope 2026

Wie können Kultur, Klimaschutz und Wertebildung zusammenwirken? Antworten auf diese Frage gab das Pilotprojekt KLIMAbrauchtKULTUR beim diesjährigen Day of Hope im Münchner Werksviertel.

Bereits zu Beginn der Veranstaltung wurde auch die politische Wahrnehmung und Wertschätzung deutlich: Der Bayerische Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, Thorsten Glauber, informierte sich vor Ort über die Angebote und kam mit Mitwirkenden ins Gespräch. Sein Besuch unterstreicht die wachsende Bedeutung kultureller Bildungsprojekte für eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft.

Der Day of Hope 2026 fand zudem im Gedenken an Dr. Jane Goodall statt und wurde in Kooperation mit dem Jane Goodall Institut Deutschland durchgeführt.

Vor zahlreichen Besucherinnen und Besuchern präsentierten Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Regionen Bayerns ihre kreativen Beiträge zu den Themen Umwelt, Klima und Biodiversität. Dabei wurde sichtbar, was KLIMAbrauchtKULTUR ausmacht: Nachhaltigkeit wird nicht nur vermittelt, sondern erlebt – durch Musik, Theater, Begegnungen und gemeinsames Gestalten.

„Wenn aus Neugier Begeisterung wird und aus Begeisterung Engagement, dann entsteht Zukunft.“

Dieser Gedanke begleitet KLIMAbrauchtKULTUR von Beginn an. Das bayernweite Pilotprojekt im Rahmen von KLIMAbrauchtWERTE verbindet kulturelle Bildung mit Klima- und Nachhaltigkeitsthemen und eröffnet jungen Menschen neue Zugänge zu gesellschaftlichen Zukunftsfragen. Ziel ist es, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern Räume zu schaffen, in denen Kinder und Jugendliche Selbstwirksamkeit erfahren, Verantwortung übernehmen und Zukunft aktiv mitgestalten können.

Kultur als Brücke zur Enkelfähigkeit

Die besondere Innovationskraft des Projekts liegt in der Verbindung von Kultur, Wertebildung und Nachhaltigkeit. Musik, Theater und Kunst sprechen nicht nur den Verstand, sondern auch Herz und Emotionen an. Sie ermöglichen Erfahrungen, die lange nachwirken und junge Menschen ermutigen, eigene Perspektiven zu entwickeln und sich für eine enkelfähige Zukunft einzusetzen.

Die Projektgruppen zeigten auf eindrucksvolle Weise, wie vielfältig Nachhaltigkeit künstlerisch interpretiert werden kann:

Die Jungen Theatermacher des Matthias-Grünewald-Gymnasiums Würzburg präsentierten Ausschnitte aus ihrem Projekt „Törtel, die Schildkröte aus dem McGrün“ nach Wieland Freund und beschäftigten sich unter Leitung von Friedrich Knorpp und Alice Donga mit der Frage, wie Wildtiere in unseren Städten leben und welchen Einfluss der Mensch auf ihre Lebensräume hat.

Die Kinder- und Jugendchöre der Kinderbühne Eichstätt e.V., Leitung: Andrea Reichert-Gailhofer, entwickelten gemeinsam mit dem Walderlebniszentrum Schernfeld und Waldpädagogen Tim Siekmann ein eigenes Singspiel rund um den Lebensraum Wald. Ihr Auftritt war außerordentlich bewegend und machte eindrucksvoll sichtbar, welche Kraft in Musik, Gemeinschaft und kreativem Engagement steckt. Hinter dem Projekt steht ein außergewöhnlicher Einsatz aller Beteiligten, der weit über die Bühne hinaus Wirkung entfaltet.

Auch die Bläserklasse der Städtischen Artur-Kutscher-Realschule München setzte musikalische Akzente und brachte unter dem Dirigat von Markus Zell ihre eigenen Perspektiven auf Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung ein.

Gemeinsam machten die jungen Mitwirkenden deutlich: Zukunft entsteht dort, wo Menschen ihre Ideen einbringen, Verantwortung übernehmen und voneinander lernen.

Anerkennung für besonderes Engagement

Im Rahmen des Day of Hope wurden die teilnehmenden Gruppen für ihr Engagement ausgezeichnet. Die Übergabe der Urkunden würdigte nicht nur die künstlerischen Leistungen, sondern vor allem den Mut, sich mit den großen Zukunftsfragen unserer Zeit auseinanderzusetzen und eigene Antworten darauf zu entwickeln.

Die Urkunden wurden durch Boris Braune und Elli Ellenrieder (KLIMAbrauchtKULTUR) zusammen mit Noema Post, Regionalleiterin Bayern der GLS Bank, überreicht. Die Auszeichnung stand dabei zugleich für das gemeinsame Anliegen aller Beteiligten: junge Menschen zu ermutigen, Zukunft aktiv mitzugestalten und Verantwortung für eine lebenswerte und enkelfähige Gesellschaft zu übernehmen.

Zukunftsmut braucht starke Partner

Ein besonderer Dank gilt der GLS Bank für ihre Förderung von KLIMAbrauchtKULTUR. Durch diese Unterstützung wurde unter anderem die klimafreundliche Anreise der Würzburger Theatergruppe zum Day of Hope ermöglicht. Zwischen Förderer und Projekt ist ein Gedanke besonders verbindend: Zukunftsmut. Die Bereitschaft, bereits heute in Ideen, Menschen und Initiativen zu investieren, deren Wirkung weit über die Gegenwart hinausreicht.

Gerade Projekte wie KLIMAbrauchtKULTUR schaffen Räume, in denen junge Menschen erleben, dass ihr Handeln Bedeutung hat. Sie entwickeln eigene Perspektiven auf die Herausforderungen unserer Zeit, übernehmen Verantwortung und erfahren Selbstwirksamkeit. Förderungen dieser Art schaffen die Voraussetzung, dass solche Erfahrungen möglich werden und Zukunft nicht nur diskutiert, sondern gestaltet wird.

Hoffnung für die Zukunft

Der Day of Hope hat gezeigt, wie viel Kraft in der Verbindung von Kultur, Klima- und Wertebildung steckt. Kinder und Jugendliche erleben hier, dass ihre Ideen gehört werden, dass ihr Engagement Wirkung entfalten kann und dass sie Teil einer größeren Gemeinschaft sind, die Verantwortung für die Zukunft übernimmt.

Für uns ist das gelebte Enkelfähigkeit: Heute Räume zu schaffen, in denen junge Menschen Zukunft nicht als Problem erleben, sondern als Gestaltungsauftrag – und als Chance.

Der Day of Hope hat eindrucksvoll gezeigt, warum. Zukunft entsteht dort, wo Menschen Hoffnung mit Verantwortung verbinden, wo Kreativität auf Engagement trifft und wo junge Menschen den Mut entwickeln, die Welt von morgen aktiv mitzugestalten.

Wir freuen uns bereits jetzt auf die nächste Auflage des Day of Hope im Jahr 2028!